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Klimaneutral und plastikarm leben! Aber wie?

Eine Herausforderung im Familienalltag

Meine Familie und ich wollen klimaneutraler und plastikärmer leben und somit unseren Beitrag zum Umwelt-/Klimaschutz leisten. Doch ist das manchmal einfacher gesagt als getan. Überall lauern die täglichen Lifestylefallen und Umweltsünden und es ist uns oftmals garnicht bewußt. Das bequeme Leben mit wenig Zeit dominiert.

Es fängt z.B. schon bei so etwas banalen wie Mülltüten an. Worin sammelt ihr denn euren Hausmüll? Hier möchte ich ungern auf die bequemen Plastiktüten verzichten. Da süfft so schnell nichts durch und die Gerüche werden auch etwas gedämpft.

Oder wie sieht es bei Euch aus, wenn ihr es nicht geschafft habt Essen zu kochen (oder keine Lust hattet… das darf ja auch mal sein)? Lecker vom Chinesen etwas holen und mit schlechtem Gewissen aufgrund des Verpackungsmülls genießen?!

Und erst die Aida-Urlaubsreise. Wie sehr freuen wir uns darauf nach Barcelona zu fliegen und mit der AIDA Nova durch das Mittelmeer zu schüppern. Eine CO₂-Fußabdruck Katastrophe! Klimaneutral geht anders!

Die Ansätze eines klimaneutralen und plastikarmen Familienlebens

Sollen wir unseren Lebenswandel radikal ändern und auf alle diese Dinge und mehr verzichten? Idealerweise ja, denn nicht umsonst gehen jeden Freitag Millionen von Schülern in Europa auf die Straße, um ihre Zukunft auf diesem Planeten zu sichern. Realistisch ist es aber leider nicht. Nachdem ich lange mit meinem schlechten Gewissen gehadert habe und nach dem „Alles-oder-Nix“-Prinzip gedacht habe, sind wir dazu übergegangen Schrittweise unser Leben klimaneutraler und plastikärmer zu gestalten. So haben wir unter anderem folgende Maßnahmen ergriffen, um unseren Klima-Fußabdruck kleiner werden zu lassen bzw. für Kompensation sorgen:

  • Plastikmülltüten aus recycelten Plastik
  • Flüge kompensieren
  • PET Flaschen vermeiden
  • Leitungswasser aufsprudeln und trinken
  • Obst und Gemüse bestmöglich regional und nach Saison kaufen
  • Fleisch in unserer örtlichen Landmetzgerei kaufen: das Fleisch wird von umliegenden Bauernhöfen bezogen, wo der Bauer noch am Wohl der Tiere interessiert ist
  • Küchenpapier und Toilettenpapier aus recyceltem Papier kaufen
  • Plastikverpackung bei Obst und Gemüse meiden und ein Baumwolle-Netz zum Abwiegen nutzen
  • Shampoo und Duschgel ohne Microplastik (am besten Naturkosmetik ohne Verpackung)
  • Stoffbeutel/Korb beim Einkaufen verwenden
  • Kleidung selber nähen aus zertifizierten Bio-Stoff
  • Wegwerf-Kleiderkonsum einstellen
  • nachhaltige Bio-Kleidung kaufen
  • DIY Kosmetik und Haushaltreiniger

Gerade der letzte Punkt macht auch noch richtig Spaß und ist garnicht schwierig und zeitaufwendig. Ich habe mittlerweile so einiges ausprobiert und benutze es als Ersatz. Zum Beispiel:

  • Selbstgerechtes Waschmittel mit Lavendelöl
  • Glasreiniger mit Essig und Zitronenöl
  • festes Shampoo mit Rosmarin und Zedernholz
  • Weihrauch-Abschminköl
  • Natron als Grillreiniger
  • Allzweckreiniger
  • desinfizierender Reiniger mit Gewürznelke und Zimt
  • DIY Badebomben (das das Kind große Freude dran)

Anregungen für selbstgemachte Kosmetik und Haushaltsmittel habe ich aus den wirklich tollen, empfehlungswerten Büchern „The Glow – Naturkosmetik selber machen“ und „Das Natron Handbuch“. Tolle Rezepte und Anwendgstipps gibt es auch in dem englischsprachigen Buch „Smart Mom’s Guide to Essential Oils“.

Ich bin auch wirklich erstaunt, wie wirksam die DIY-Haushaltsreiniger sind, mit denen noch unsere Großeltern geputzt haben. Auch darüber, wie die Industrie und Werbung die natürlichen Reiniger mit nicht so wirksame, chemische, umweltbelastende Mittel verdrängt haben.

Einfach anfangen! Einfach machen!

Ich weiß das das alles nur Kleinigkeiten sind und weit davon entfernt klimaneutral zu leben. Aber es ist ein Anfang und kann täglich verbessert werden. Genau das ist nämlich mein Ansatz: Einfach anfangen! Einfach machen! So kann jeder seinen Beitrag leisten und immer besser darin werden unseren Planeten schützen!

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